Die Krone in Weil: Eine Reisegeschichte über Kunst, Natur und göttliches Essen

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Wenn der Bauch sagt: “Hier will ich leben, wohnen, kann ich atmen …”, der Verstand dazwischen tönt, “du lebst doch super und hast ein schönes Zuhause” und dein Mann dauernd ruft: “Mensch, ist das toll hier!”, … Ja, dann bist du in Weil am Rhein. Genauer im Hotel Krone + Design, wo sich schönste Gastfreundschaft kombiniert mit edlem Ambiente in jedem Zimmer und das noch zu moderaten Preisen. Die Krone liegt mitten im Markgräflerland, auch bekannt als die »Toskana Deutschlands«, dem charmanten südlichsten Teil Deutschlands, dazu Dreiländereck mit Schweiz und Frankreich. In der Krone sind wir für ein wunderbares, langes Wochenende. Hier gibt es göttliches Essen, besten regionalen Wein und jede Menge Landschaft, sobald du aus dem Hotel gehst und dich dahin wendest, wo dir die Weinreben den Romantik-Weg zeigen.

Angekommen gehen wir allerdings nirgends hin, sondern hinüber in den modernen Anbau der Krone, ins Sommerrestaurant: Es ist Samstag-Abend, ein streichelwarmer Junitag im Markgräfler Land und die Terrasse unter alten Kastanien ist geöffnet. Im Sommer, der hier leicht, von ein paar Wetter-Aussetzern abgesehen, von April bis Oktober gehen kann, ist die Gaststube der Krone toujours outdoor. Wir lassen uns nieder zwischen hohen Doppelstegwänden mit knalligem Farbflash von Samuel Treindl. Die farbfrohen Kunstwerke separieren die Tische optisch und ganz praktisch in Corona Zeiten. Eigentlich war ein Special Event mit dem Künstler aus Münster geplant – Corona ließ die Art Basel und damit auch das Event platzen.

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Zimmer mit View: Auf die Sommerterasse mit Kunst von Samuel Treindl

Ich bin meilenweit davon entfernt Kunstkenner zu sein, ich konsumiere aber gerne Bilder & Co.! Kunst hat für mich etwas Befreiendes oder andersrum ausgedrückt: Beim Schauen und Staunen habe ich das Gefühl, alles Kleinkarierte fällt von mir ab und mein kreativer Motor, Aura oder wie auch immer man es nennt, wird gepusht. Gutes Gefühl! Zu Hause hänge, dekoriere und stelle ich auf, was mein Herz berührt und meinem Konto nicht gleich einen Schlag verpasst, von dem es sich nie wieder erholt. An diesem Samstag entfachen die mit Lack angereicherten Wände von Samuel Treindl große Kunstwünsche in mir oder liegt das am Wein?

Ein Hotel wie eine Wolke

Sonja Hechler ist Hotelchefin in der Krone, in dritter Generation und eine der wenigen Gastgeberinnen, die die Wünsche ihres Gastes erkennt, auch wenn man selbst keinen blassen Schimmer davon hat. Ich weiß zum Beispiel nicht, dass es überhaupt unfiltrierten Wein von der Gutedel-Traube gibt – übrigens eine der ältesten Rebsorten der Welt. Ich sehnte mich nach einem schönen Glas Wein, das „wunderbar angenehm über die Zunge rollt“, meine Antwort auf die Weinfrage. Mit meiner Traubenkenntnis ist es ähnlich weit her wie mit meinem Kunstverstand. Aber auch hier: Ich konsumiere gerne! (Ich lass‘ den Satz jetzt mal so stehen. „Bohème“ der Unfiltrierte – leicht trüb, fein & frisch – ist jedenfalls nach unserem Besuch des Weinguts Schneider – 5-Geh-Minuten entfernt von der Krone – gleich in mehreren Kisten in meine bescheidene Reb-Sammlung übergeflossen).

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Mag ich I: Diese Farb-Flash Wand bitte einmal zu uns nach Hause!

Sonja Hechler und ihre Krone beschreiben, das geht nur unvollkommen. Die Lady-Chefin „macht Service“, geht lächelnd (und sehr gutaussehend!) von Tisch zu Tisch auf der Sommerterrasse. Gastlichkeit wird hier nicht angestrebt, sondern herzlich und mit allen Sinnen gelebt. In Service und Küche greifen perfekte Rituale ineinander, denn was als Vor-, Haupt- und Nachspeise später vor uns steht, ist vollendeter Augen- und Gaumenschmaus. Küchenchef Peter Prüfer liefert Speisen auf  höchster Geschmacks-Umdrehung. „Wo Wein wächst, ist die Küche besonders“, erzählt er mir. Die Krone liegt mitten im Besonderen: In den Weinbergen, in den sonnenverwöhnten Anbaugebieten von Obst & Gemüse, nahe bei regionalen Bauern und natürlich knirsch-dicht an Gourmet-Frankreich! In die Küche kommt, was prächtig gediehen ist, aus der Region und von Zulieferern, die das Vertrauen des Küchenchefs geniessen. Das schmeckt man, aber hallo! Unser Dinner zum-andächtig-Werden: Tartar vom Weiderind (mein Mann). Klabsbries mit Sommertrüffeln (ich). Zum Hauptgang Kabeljau & Flußkrebs mit jungen Möhren und Kartoffelstroh (wir beide). Und fürs Dessert ist nur noch bei mir Platz – ein Beeren-Sorbet mit Winzersekt und Minze. Der Abend ist herrlich, ein bisschen beschwipst und fühlt sich so, so gut an!

 

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Mag ich II: Und wer kocht das jetzt bei uns?

Das Leben ist kurz, kostbar und im Lockdown für uns alle, und HotelbesitzerInnen imbesonderen, überhaupt kein Wunschkonzert mehr: Sonja (wir haben nicht lange gebraucht, um beim Du zu landen) ist eine mutige Frau, mit Visionen und einem Eins-A Küchenchef gesegnet. Binnen eines Abends – der Gutedel war bestimmt auch dabei – haben sie im Team die Idee des Krone-Drive-In aus dem Boden gestampft: Alles Bio, alles gesund, alles konsequent lecker! Wer kam, musste noch nicht mal aussteigen, ab den ersten Tagen des Zuhausebleibens gab es Ess-Genuss bis max. 20 Euro durchs Seitenfenster gereicht. „Es sollte nicht abgehoben, sondern bezahlbar sein“, erinnert sich die Chefin. Der praktische Nebeneffekt: Alles, was in der Kühlkammer war, wurde verbraucht, nichts weggeworfen! Nachhaltigkeit in Corona-Zeiten – ich schaffe das noch nicht mal in meinem normalen Chaos-Alltag!

Mitten in Kunst & Natur

In der Krone gibt es für Kunst & Natur keinen besseren Moment als immer! Am nächsten Tag geht es früh – na ja 5 Minuten vor offiziellem Frühstücks-Ende – hinaus aus unserem stylishen Zimmer und danach auf die Fahrrad-Kunst-Tour. Ich trage Lieblingsbluse und Jeans, letztere über Nacht geparkt in unserem Vitra-Design Stuhl, der übigens im farblichen Dialog mit unterschiedlich gemusterten Sanderson Tapeten jedes Zimmer im Altbau schmückt. Kunst muss man im Alltag benutzen, das lerne ich auch später in der aktuellen Vitra-Design-Ausstellung, »Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs«. Wie schön, da bin ich ganz weit vorn, den zuweilen schonungslosen alltäglichen Umgang pflege ich schon länger, nur an visionären Objekten mangelt es in meinem Alltag.

Hach Design! Unkundigen wie mir weisen 24 Installationen, knallig unübersehbar, den Weg auf der Radtour von Kunst zu noch mehr Kunst. Direkt hinterm Hotel geht’s los – also sprich drei Weinreben weiter. Bunte, riesengroße Skulpturen des Bildhauers Tobias Rehberger, die schnurstracks die Fondation Beyeler in Basel (wir haben dort die Edward Hopper Ausstellung begeistert bewundert!) mit dem Vitra Design Museum in Weil verbinden. Man kann auch gleich das Hopper & more Angebot von der Krone buchen, da sind Special Days zur Special Rate für Kunst & Design Liebhaber gleich mit eingepackt: Zum Beispiel die Fondation Beyeler, Vitra Campus und Kunst im Kesselhaus in Weil am Rhein.

Wir schwingen uns in den po-gemütlichen Sattel des monochrom-cremefarbenen Hotel-Fahrrads – so stylish! Die Bykes gibt es von der Krone zur freien Verfügung. (Ich habe sie sofort gegoogelt für zu Hause, schließlich sind wir im Fahrrad-Boom-Sommer 2020 – dank Corona(!) – und ich habe keins!).

Was uns auf dem Vitra Campus Museum monumental begegnet, ist das Epizentrum des guten Geschmacks. Ein Architekturensemble mit Bauten von Legenden wie Tadao Ando, Frank Gehry oder Zaha Hadid. Zum Gelände gehört das Vitra Design Museum. Es zählt die weltweit bedeutendsten Bestände des Möbeldesigns. Du stehst da und schaust und staunst und wünschst, du hättest nur einen Stuhl, Sessel, Couch, Tisch, Vase – egal was, nur eins von diesen tollen Design-Monuments des Alltags!

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Kunst zum Ausruhen I: Im Vitra Design Museum

Das Epizentrum des guten Geschmacks

Und deshalb gehst du nach der Ausstellung in den angrenzenden Shop und erstehst ein Dreier-stapelbares-Kunsttablett (wir!) oder einen Kunstband oder ein Kinderspielzeug, Vase oder tatsächlich einen Stuhl. Damit fühlst du dich gleich auch ein bisschen besonders und bist nicht direkt am Ausgang schon wieder zur Normalform geschrumpft – ihr wißt schon, die Aura! Ich fühle mich beschwingt, leicht und frei, ich fühle den freien Geist der Avantgarde – in mir. Unser Take-Away-Art-Schatz schwankt vor mir, festgezurrt auf dem Fahrrad-Gepäcksitz und ich lächle stumm vor Glück, den Kopf angefüllt mit tollen Kunst-Bildern. Und vielleicht auch ein bisschen, weil ich all diese Designgrößen auf meinem Smartphone weiß – also einfach sicherheitshalber, damit ich auch später noch weiß, was ich alles gesehen habe!

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Möbel zum Ausruhen II: In der Fondation Beyeler in Basel

Zum Sprechen komme ich wieder auf der Tour zurück zur Krone. Kurzes Umdressing in unserem Zimmer, dann haben wir ein Date mit Sonja. Ich freue mich auf den Abend! „Wieso umziehen?“, fragt mein Mann und bleibt, wie er ist. „Du siehst doch gut aus!“ Das weibliche Outfit, dem Anlass, der Stimmung, Jahres- und Uhrzeit gemäß und dazu im Wohlfühltakt mit sich selbst anziehen und gut aussehen und das alles (m)einem Mann erklären – das führt jetzt tatsächlich zu weit weg von diesem Artikel. Nur soviel: Ich schlüpfte in mein neues, schwarzes Wrap von SOSUE, dazu zierliche Mules von Mango. Diesmal ging’s nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto von Sonja hoch in die Weinberge. Es erwartete uns ein atemberaubender Blick über dieselben, dazu feinster Prickel vom Weingut Schneider und wunderbare Geschichten aus Sonjas Hotelzeit in 5-Sterne Häusern in London. Es gibt diese besonderen Momente im Leben, die sich eingraben in die Erinnerung, diese Aperitif-Auszeit war so einer.

Wir alle haben einen routinierten Alltag, mit Corona bekommt er noch mehr Struktur, ein ganzes Pandemie-Korsett. Ich wünsche uns allen so eine kleine unbeschwerte Auszeit – am besten jeden Tag! Ein Innehalten, wie in dieser wunderbaren Wein-Gegend, in der man sich selber mal wieder ein Stückchen näher rückt. Es tut so gut!

An diesen Abend sind wir in die Binzer Mühle eingekehrt: Das Hotel mit Restaurant gehört auch zur Krone und wird von Sonja’s Lebenspartner Fabio geführt. Aber das ist eine andere Geschichte, mit mega- leckerem italienischen Essen! Dieses Juni-Wochenende war wunderbar warm – viel Sonne im Markgräfler-Land! Wir haben über Gott-und-die-Welt geredet und beschlossen, dass wir ein Herbst-Wochenende für unser „Charisma kann jede!“ Seminar in der Krone im Oktober reservieren. Schaut am besten unter Coaching, da erfahrt ihr mehr zu Terminen & Programmablauf! In der Krone wird es dann auch ein Special von Küchenchef Peter Prüfer geben: Was kann Detox? Wer will, kann es während des Seminars gleich ausprobieren.

ModeInfo! Blusen und Kleid sind von meinem Lieblings-Label SoSUE.

Charisma kann jede! Unser Coaching geht weiter!

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Lobby in der Krone

In der Krone + Design in Weil am Rhein findet unser 1. „Charisma kann jede!“ in besonderen Hotels am 17. und 18. Oktober statt (zu Programm und Anmeldung hier). Es geht um Mode & Psyche, um mehr Selbstwert, Sinnhaftigkeit, Wertschätzung, das Gefühl für uns selbst und für andere – um unsere Persönlichkeit. Denn unsere Psyche spielt immer mit und über den persönlichen Stil erfährt man eine Menge über sich selbst! „Charisma kann jede!“ ist das psychologische Seminar für mehr Selbstbewusstsein und Ausstrahlung – individuell, spannend, mit Mode & Beauty.

Abgesagt heißt neu gedacht!

Sich mit der eigenen, weiblichen Rolle auseinandersetzen, Gefühle spüren und dem eigenen ICH ganz nah sein. Das sind die Themen in den Workshops Psyche & Persönlichkeit. Im Mode- & Beauty-Teil geht es um unseren Stil, der immer einer tiefen, inneren Überzeugung entspringt. Du erfährst Neues zu Figurtypen, Trends & Styling und was dein eigenes Bauchgefühl damit zu tun hat.  2 Tage mit kreativen Workshops, die alle eins bringen: Mehr Mut zum ICH! Sei dabei! Alle Hotels, Termine und Programm findest du unter dem Coaching Button. Klick mal rein!

 





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