Ich habe Alter. Und wie will ich damit leben und wohnen?

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Ich weiß nicht mehr genau, wann mich die Erkenntnis ereilte … Vielleicht erst mit der Einladung der Tertianum Premium Group. Das sind hochwertige Wohnkonzepte, die ein urbanes und selbstbestimmtes Leben im Alter in Berlin und anderen Standorten in Deutschland anbieten. Zusammen mit dem Online Magazin Heyday (Slogan: für Frauen, die sich nicht in Altersschubladen stecken lassen) wurde ich zusammen mit 9 anderen Frauen zu einer Diskussion rund um das Thema „Wohnen und Leben im Alter“ nach Berlin zu einem Kennenlernen der Residenz eingeladen. Interessant, dachte ich! Sehr interessant sogar!! Und spätestens dann wurde mir klar: Ich bin über 60, ich habe Alter! Erst neulich hatte mir meine Lebensversicherung zur baldigen Auszahlung gratuliert. Das ist nicht sexy, aber wahr und auch noch „unterhaltend“ gedacht – nur pekuniär halt.

Oben: Anna Schingen, Direktorin Marketing & PR Tertianum. Anna von Rueden, Künstlerin. Thorsten Osterberger, Founder Heyday-Magazin. Sabine Vitua, Schauspielerin. Susanne Ackstaller, Journalistin. Tanja Valérien-Glowacz, Podcasterin. Stephanie Neubert, Founder Heyday-Magazin. Barbara Radtke, GNTM-Kandidatin 2022. Vorne: Tina Artz. Nina Goldhammer, Bloggerin. Sabine Heyden-Straub, Gesundheitsökonomin. Leonie Bechtoldt, Bloggerin.

Nur IgnorantINNEN können in meinem Alter den drohenden RentnerINNEN-Status übersehen oder aber Menschen aus dem Zeitalter der Hippies. Blumenkinder, wie du & ich, aus den Swinging Sixties, die, die gedacht haben, dass sie dieses Zeitalter sowieso nicht erleben werden und Lebensvorsorge was für Spießer ist. Ich bin einen Hauch jünger, nicht viel, aber es reichte damals, dass ich noch anderen Lebensströmungen ausgesetzt war. Vorrausschauenden Frauen auf meinem Stockwerk bei der „freundin Redaktion“ in München etwa. Rechts und links von meinem Single-Büro (ja, das gab’s, damals in der Steinzeit des Medienzeitalters) hatten alle eine Lebensversicherung. Die Versicherungsmaklerin der Presseversorgung war ein gern gesehener Gast im Hause Burda und nahm Anträge im Dutzend an – auch mich, die Jung-Redakteurin. Liebe Kolleginnen hatten mich mit den Worten gedrängt: „Mensch Tina, du wirst jetzt nicht unabhängiger, wenn du das nicht machst.“ Danke Cornelia und Renate, heute freue ich mich auf die demnächst anstehende Auszahlung und werde in eine neue Küche investieren (unsere alte – vor 17 Jahren, 12 Jahre alt bei ebay ersteigert – ist gerade beim Wasserschaden abgesoffen).

Akzeptanz des Alters

Alter, das hat mit schwindenden körperlichen Kräften zu tun und ist die Phase, die dem Tod vorausgeht. Oder anders formuliert: Ab 60 treten wir in die dritte Lebenshälfte ein, genießen eben Rente und mehr Freizeit und befinden uns irgendwo zwischen Klimakterium und Knieprothese. Wenn wir genauer auf uns und unser Alter schauen – was übrigens eine ganze Gesellschaft nicht tut – bemerken wir, dass sich die Akzente langsam verschieben. Laut WHO beginnt Alter ab etwa 60 Jahren, wobei man zwischen 60 und 74 Jahren eine junge Alte ist, danach geht’s ab ins hochbetagte Dasein.

Anna Schingen, Marketing & PR-Tertianum und Stephanie Neubert, Founder Heyday Magazin bei der Diskussion zum Thema „Leben & Wohnen im Alter“

Herrje! Ich habe Alter … Das schreckt mich und wird nicht besser mit der Erkenntnis, dass es schließlich jeden trifft. Mal ganz unter uns gesagt und ich erzähle es auch nur, falls es einigen unter euch ähnlich geht. Mit meinen über 60 Jahren habe ich tatsächlich einige Auffälligkeiten bei mir entdeckt: Schon seit geraumer Zeit trage ich lieber Midi statt Mini. Ich denke über Botox und Hyaluron nach. Googel mehr Krankheiten statt Fitness-Apps und – ich betrachte Veränderungen meines Körpers eher mit Argwohn statt Freude: „Gehört das so?“, frage ich dann meinen medizinisch ausgebildeten Mann.

Biologisch gesehen macht Alter eigentlich wenig Sinn, denn mit steigender Jahreszahl bekommen wir auch immer mehr Krankheiten. Kulturell und sozial gesehen macht Alter allerdings gehörig Sinn, denn nur so können wir der Gesellschaft auch etwas von unserem Erfahrungsschatz und unseren Kompetenzen zurückgeben. „Mehrere erwachsene Generationen nebeneinander inspirieren sich gegenseitig und können ihre Erfahrungswelten in die Gesellschaft einbringen – das macht unser Leben bunt,“ sagt Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité in Berlin. Und noch mehr! „Wir müssen Alter neu denken!“, fordert die Wissenschaftlerin. 20, 30 oder gar 40 Jahre in die Privatheit gehen, dafür müssen neue Bilder vom Alter her. WIR sind also gefordert, brauchen neue Strukturen fürs Alter, müssen Kompetenzen weiter trainieren, damit wir sie auch weitergeben können. Also her mit neuen Ideen, neu gedachten Tätigkeitsfeldern und her mit mehr Wertschätzung fürs Alter. Ein Punkt, den die AsiatINNEN viel besser drauf haben als wir.

Mit Ü60 – besser den eigenen Wünschen & Bedürfnissen im Alter auf der Spur sein

Bewusst, nicht bewusstlos altern

Gibt’s das, korrekt altern? Ganz individuell, mit oder ohne Botox und Hyaluron, aber mit tausend Plänen im Kopf? Wenn ich mich in meinem Alter so umschaue, dann wird mir klar: Frauen & Alter, das passiert eher unsichtbar! Denn es gibt wenige ältere Role-Models, solche, die Vorbild und Beispiel sein können, weithin SICHTBAR(!) in Medien und Social Media. Persönlichkeiten – schillernde, mutige, extravagante, kreative Frauen und von mir aus auch die spießigen dazu. Die halt, die mit vielen bunten Lebensentwürfen Orientierung bieten für uns alle – uns Frauen im Alter! … Ja also, da ist weniger los. Ein positives Bild vom Älterwerden, so eins, das uns sagt, Frauen wie Männern: Hey, da kommt noch was! Im 3. Lebensabschnitt, da geht’s rund. Das wird neu, spannend und da geht es um neue Chancen, statt um Krankheiten. Also, besser heute als morgen Pläne fürs Alter schmieden – sowas meine ich!

Wie will ich …

In diese Überlegungen erreichte mich Anfang Mai die Einladung nach Berlin: Leben & Wohnen im Alter? Bei diesem Punkt war ich noch nicht, aber neue Ideen & Strukturen dazu? Gerne! Zum Kennenlernen ging’s in die Brasserie Colette, direkt neben der Tertianum Residenz Berlin (hier verwöhnt der Spitzenkoch Tim Raue und fungiert auch als kulinarischer Berater der Residenz). Auf dem Weg dorthin hatte ich übrigens den irgendwo gelesenen Satz im Kopf „Heute ist die Möglichkeit, die Zukunft zu bauen, die du willst“. Vielleicht, weil ich zur Vorbereitung dieses Treffens in Berlin das Thema „Alter“ quer gelesen hatte und dazu viele Schlagworte im Kopf: Würde & weitgehende Selbstständigkeit, genauso wie Vertrauen, Sinnhaftigkeit und ganz wichtig – Liebe! Älterwerden ist in unserer Gesellschaft, ein geradezu negierter Vorgang, wir werden nicht bewusst, sondern eher bewusstlos älter. Was hilft? Laut psychologischer Studien gelangen Menschen mit 46 an einen Tiefpunkt – dann sind die meisten am wenigsten zufrieden mit ihrem Leben und dem Erreichten. Danach geht es aufwärts, mit 60 erleben Frauen und Männer ein neues Zufriedenheitshoch. Na bitte! Das macht doch Mut!

… im Alter leben?

Ob in einer Stadtwohnung, im Mehrgenerationenhaus oder einer Alters-WG – jeder Mensch hat seine ganz eigenen Vorstellungen, wie wir später wohnen möchten. Ich tendiere tendentiell zu einer Alters-WG, nur fehlen mir/uns die Mitglieder, die sich auch für so eine Perspektive interessieren. Mal abgesehen von Haushalt, Putzen, Kochen, Aufräumen, Bügeln – diesem Familien-Belagerungszustand, dem ich ja gerade nach dem Auszug meiner 2 Söhne und 2 angeheirateten Töchter entkommen bin. Wie geht das dann und wer macht was?

Mit wem möchte ich im Alter leben?

Spricht man über ein Problem, wird es schon viel kleiner. Gilt im ganzen Leben – nicht nur fürs Alter. 10 Frauen hatten ihre ganz individuellen Meinungen und Sichtweisen dazu.

Stichwort: Mehrgenerationenhaus. „Die generationenübergreifende Wohnform in der eigenen Familie entspricht nicht mehr der heutigen Realität. Selbstbestimmung und Autonomie sind für alle Generationen immer wichtiger, mit der Folge, dass die Familie auseinanderdriftet und eigene ortsunabhängige Karrieren aufgebaut werden.“ Das erfahre ich schon in meiner eigenen Familie, die nur besuchsweise einfällt – worauf ich mich immer irrsinnig freue! „Der Wunsch der „Alten“, (wieder) in die Familie integriert zu werden, ist eher unrealistisch und birgt auch noch nicht unerhebliches Konfliktpotenzial.“ Das stammt nicht von mir, die Informations-Quelle ist mein Mann, der als Psychiater & Neurologe auch in der Geriatrie bewandert ist. Aber den Wunsch, zumindest mit dem eigenen Partner das Leben bis zum Ende zu verbringen, damit stehe ich nicht alleine. Aber! Er ist nur begrenzt realistisch – die Sterbestatistik belegt, dass aufgrund der unterschiedlichen Lebenserwartungen Frauen die letzten Lebensjahre häufig alleine verbringen. Puuuh! …

Was hilft weiter? Wie bei allem im Leben funktioniert es auch rund ums Thema Altern: Genau hinschauen und sich Wissen aneignen. Im Tertianum in Berlin konnten wir uns einen Eindruck von diesem Wohnmodell machen: Bei Führung durchs Atrium, Clubraum, Bewohner-Restaurant und Besichtigung zweier Wohnungen. Das Tertianum-Alterswohnkonzept ist auf lange Selbstständigkeit ausgerichtet, Unterstützung und Wohlbefinden stehen im Mittelpunkt.

In der anschließenden Diskussion zum Thema erzählten wir über uns – über Wünsche & Bedürfnisse. Was brauchen wir, um uns im Alter wohlzufühlen? Spricht man das Problem an und aus, wird es schon leichter – ein Leitsatz aus der Psychologie, der auch fürs Alter greift, das konnten wir an diesem Tag alle nachvollziehen. Was sind unsere Ziele? Wie können wir sie erreichen? Warum ist es wichtig, sich frühzeitig Gedanken über mögliche Wohnlösungen im Alter zu machen? Welche Erfahrungen haben wir in Familie und im Freundeskreis gemacht? Viele Themen und viele emotionale Geschichten gab es dazu an diesem Tag in Berlin.

Was ich daraus gelernt habe? Wie ich/wir uns unser Alter & Wohnen vorstellen, werden wir auf jeden Fall auch mit unseren Kindern besprechen. Denn sie sind es, die z. B. Wünsche und Vorstellungen durchsetzen, falls wir es denn nicht mehr können.

Fazit! Frauen & Alter

Was ich darüber hinaus mitnehme von diesem Tag in Berlin? Geradezu ein ganzes Füllhorn von neuen, interessanten Themen: Bei Frauen & Alter geht es um vielfältige Partnerschaften, um neues Selbstbewusstsein, Einsamkeit, Schönheits-OPs, Bedeutung der Familie, Sexualität, Partnersuche oder Single-Dasein, Altersdiskrimierung, Age-Shaming, Emanzipation, Job, Gelassenheit, Mode & Beauty … um nur einiges aufzuzählen. Weshalb es über dieses Thema garantiert noch viel, viel mehr hier auf CharismaLook zu lesen gibt. Denn eins ist sicher: Kommunikation ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben – auch im Alter!

Fotos! Tertianum Berlin und aller TeilnehmerINNEN: Alicia Minkwitz. Weitere: CharismaLook.

Mein Outfit! Feinstrick-Top: Karin Rocke. Blazer: Zadig & Voltaire. Jeans: 7for all Mankind. Sonnenbrille: Barton Perreira.

 

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