Kochen mit Freunden: Safranrisotto

Kochen macht glücklich! Stimmt! Weil Essen von Haus aus 😉 eine super kreative Angelegenheit ist. Kommen Freunde dazu, wird „Essen machen“ zur klönenden Inspirationsquelle und erweitert nicht nur den Geschmackshorizont.

Mein Tipp: Unbedingt die nächste Einladung mit Gästen schon vom Start weg organisieren, nicht erst, wenn alles fertig ist – das ist nur die halbe Freude. Außerdem bringen fremde Töpfe neue Einsichten, schulen Toleranz und Einfühlungsvermögen und ziehen mal die Bremse beim eigenen Perfektionsdrang. So geschehen an einem Samstag bei unseren Freunden Gabi und Klaus, als wir zum Safranrisotto-Kochen eingeladen waren. (Leider sind auf den Fotos nur Gabi & ich zu sehen – die Männer wollten nicht. 😉 ) Bei Gabi mache ich zuerst immer einen Rundgang, um das schöne Wohn-Ambiente zu bestaunen, das sie mit sicherem wie lässigen Händchen auf diversen Flohmärkten zusammenerbeutet (mehr zu Gabi lesen Sie hier). Bitte richten Sie Ihr Augenmerk auch auf die Tischdecke plus Servietten, genialer Neufund … Nächstes Mal muss ich unbedingt mit ihr auf den Flohmarkt, denn so tolle Sachen, wie Gabi entdeckt, das schafft sonst keiner!!

Apropos Tischdecke! Passt nicht, gibt’s nicht bei Gabi: Sie kauft Stoffe und Drucke nach Gefallen und nicht nach so etwas Profanem wie Größe. Zu Hause wirft sie das Tuch dann einfach über den Tisch und siehe da: Schaut der Tisch an den Enden raus, sieht’s auch klasse aus! Dazu Servietten, mit unterschiedlichen Mustern – passt(!) und sieht genauso toll aus. Probieren Sie’s!

Auf die Idee zum Safranrisotto hat mich Cornelia Poletto in einer NDR Talkshow mit Schöneberger und Meyer-Burckhardt gebracht (eine meiner Lieblingssendungen!). Die Koch-Queen hatte frittierte Risotto-Bällchen dabei – genau!, aus den Resten eines Safranrisottos. Über das Rezept wurde nicht geredet, und ich habe es auch nicht bei Poletto gefunden – allerdings habe ich auch nicht allumfassend gesucht und es mir kurzerhand selbst überlegt. Ich hoffe, der „Glücklichmacher“ Safranrisotto –  gelb wie die Sonne hat Safran nämlich nicht nur optisch einen tollen Effekt, sondern wirkt sich auch nachweislich positiv auf die Stimmung aus
(Zimt genauso, mehr dazu im Rezept!) – schmeckt Ihnen und lässt sich natürlich am stimmungsvollsten und leckersten mit Freunden genießen! Übrigens, die frittierten Risotto-Bällchen, mit Mozzarella oder alternativ Tofu drin (für unsere Vegan-Tochter), gab es bei uns Weihnachten zum Aperitif, und es war d e r Vorspeisen-Hit in Tüten. Ein herzliches Dankeschön für die Idee an Cornelia Poletto!

Glücksfaktor – neben Liebe und Freundschaft – Gewürze wie Safran

Das brauchen Sie. Risotto-Menge für 6 Personen: 2 Zwiebeln, 2 Zehen Knoblauch, 400g Risottoreis, ca. 150g Sellerieknolle, 3 Riesengarnelen pro Person (je nach Appetit auch mehr, ich habe tiefgefrorene genommen), ca. 200g Parmesan, 1L Geflügel- oder Gemüsefond oder -Brühe, 2 Gläser trockenen Weißwein, ein paar getrocknete Steinpilze (optional), Öl, 2-3 EL Butter, 1-2 Döschen Safran oder Safranfäden, 5 Zweige Thymian frisch, Salz, Pfeffer und einmal eine Gewürzmischung für die Garnelen herstellen.

 

GewĂźrzmischung: Diese Mischung ist einfach genial, ich mag sie nicht nur zu Garnelen, sondern auch zu vielen anderen Fischgerichten. Am besten, Sie stellen gleich ein bisschen mehr her und fĂźllen es in eine GewĂźrzmĂźhle, so haben Sie immer einen kleinen Vorrat griffbereit.
Je 1TL Koriander- und schwarze Pfefferkörner und Fenchelsamen. Je 1/2 Tl Kardamomsamen und zerbröselte Zimtrinde. Alle Gewürze herauslösen, ggf. etwas kleiner hacken und in eine Gewürzmühle füllen. Übrigens hat nicht nur Safran eine glücklich stimmende Wirkung: Zimt genauso und hält zusätzlich den Blutzuckerspiegel hoch. Wer abnehmen will, sollte also immer eine Prise Zimt zum Würzen parat haben – so kann man dem „Yeeper“ auf Süßes einfach ein Zimt-Stäubchen entgegensetzen. Tipp: Zimt schmeckt in vielen Gerichten toll und gibt dazu noch eine besondere geschmackliche Note. Probieren Sie es unbedingt zu Müslis oder auch wunderbar zu Lamm!

Rühren und Reden – so entsteht ein Topf voll guter Laune

Und so wird das Risotto gemacht: Den Fond oder die Brühe zum Kochen bringen und – wenn Sie mögen – ein paar kleingebröselte Steinpilze darin ziehen lassen. Es geht auch ohne, ich mag den Pilzgeschmack dazu (unsere Gastgeber auch). In einem zweiten Topf, einmal das Olivenöl fröhlich gluckern lassen (ca. 2-3 EL) plus 1 EL Butter erhitzen und die – jeweils feingehackten – Zwiebel, Knoblauch und Sellerie ca. 15 Minuten darin dünsten. In der italienischen Küche heißt das übrigens „Soffritto“ – ich habe es beim schwer italienisch angehauchten Jamie Oliver gelernt.
Ist das Gemüse glasig, geben Sie den ganzen Reis dazu und schalten die Temperatur hoch. Die Körner kurz braten lassen und dann mit dem Wein ablöschen. Hat sich die Alkoholwolke verzogen, kommt eine kräftige Prise Salz hinzu und 2-3 Schöpflöffel Fond/Brühe. Die Hitze auf sanftes Blubbern verringern und ein paarmal durchrühren. Sie können die Flüssigkeit ruhig auch mehr dazu gießen und müssen nicht so penibel rühren – Risotto kochen ist eigentlich unkompliziert!  Ab und zu den Löffel schwingen, um bei den Körnern die cremige Stärke heraus rühren, das reicht und Sie haben die Hände frei für andere Dinge. Zum Beispiel für ein Glas Wein oder die Perl-Variante – Rühren übernimmt dann einfach immer derjenige, der dem Topf gerade am nächsten steht.
Wußten Sie übrigens, dass Reis so einiges zu bieten hat: Asiaten schwören auf ihn als wahren Jungbrunnen. Tatsächlich wirkt das Getreide entschlackend und enthält wichtige Vitamine, die den Stoffwechsel und die Blutbildung unterstützen sowie Haut, Haar und Nägel stärken. Risotto sei Dank!

Schöne Haut, Haar und Nägel – alles drin in Risotto

Die Brühe kommt jetzt schöpflöffelweise dazu, so lange, bis der Reis „schön weich“ (ca. 30 Minuten) oder „noch Biss“ (ca. 20 Minuten) hat. Am besten man einigt sich vorher auf die gewünschte Biss-Konsistenz, was – zugegeben – nicht immer einfach ist! 😉 Zuletzt geben Sie den Safran dazu. Für spürbare Effekte Minimum 1 Döschen (Pulver), bzw. mindestens 3 bis 4 Safranfäden. Safran und genauso Kurkuma färben nicht nur alles in der sonnigsten Zuversichtsfarbe Gelb, sondern wirken sich, das ist wissenschaftlich belegt, positiv auf die Stimmung aus: Safran, Kurkuma, Muskat und Zimt sind wahre Stimmungsbooster und werden sogar unterstützend bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt. Tipp: Sind Sie auf Reisen und auf südlich heimischen Märkten unterwegs? Nehmen Sie reichlich von den dargebotenen Gewürzen mit – zu Hause schmecken sie schön nach Urlaub und als Mitbringsel für Freunde sind sie einfach eine tolle Idee! Meinen Safran hat mir eine Freundin aus Thailand mitgebracht – danke Viola!

Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken – nicht zuviel Salz, der Parmesan ist auch noch leicht salzig. Hat der Risotto die richtige Konsistenz, den Topf vom Herd nehmen und jetzt im letzten Schritt 1EL Butter (oder auch ein bisschen mehr Sünde!) und etwas mehr als die Hälfte des Parmesans unterrühren. Den Deckel auflegen und den Risotto noch einen Moment ziehen lassen, so wird er schön cremig. Ist die Konsistenz zu fest, geben Sie einfach noch ein bisschen Brühe hinzu. Wie gesagt, Risotto ist ziemlich unkompliziert!

Zufrieden, fit und gesund: Das schaffen Freunde & Proteine

Garnelen-Topping, nicht nur hübsch fürs Auge – auch für die Stimmung: Wer sich viel mit Freunden und Familie umgibt, lebt gesünder, fitter und zufriedener. Menschen mit starken sozialen Bindungen sind belastbarer und leben auch länger, das haben viele Studien ergeben. Und dass Garnelen einen hohen Anteil an Proteinen haben, was das Energielevel in Gehirn und Muskeln hoch hält und dafür sorgt, dass man Stress besser wegsteckt …Das wußten Sie schon? Ach so, ich dachte nur …. Ok!

Tipp: Tiefgefrorene Garnelen schön „trocken tupfen“ und in die geölte Pfanne befördern, sonst zischt es gehörig und nur ganz kurz von jeder Seite braten. Dabei die Gewürzmischung darüber „mühlen“. Danach den Risotto auf einzelnen Tellern anrichten, die Garnelen darauf verteilen und mit frischen Thymianblättchen und Parmesan bestreuen.

Guten Appetit zusammen!

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