Reisen: Skifahren oder Winterwandern? In Wolkenstein geht beides wunderbar!

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Neuschnee, glatt planierte Pisten in der Morgensonne, Abfahrten durch Wälder, Alpenglühen und Apfelstrudel – trunken in Vanillesoße. Meine Kindheitserinnerungen sind made by Skifahren und ich bin infiziert bis heute. Auf rund 2000 Metern Höhe bin ich naturhigh, ich atme durch, ich lasse los: Ich liebe Skifahren und Ski-Urlaub. Mein Mann liebt schon immer mehr „Urlaub“ und seit 3 Jahren hat er das „Ski“ endgültig gestrichen. Trotzdem geht Winterurlaub in glücklich! Mit Skifahren & Winterwandern, guten Freunden und einem tollen Hotel.

Eine Frage der Bindung

Skifahren ging bei mir ab etwa 6 Jahren los. Als Studentin in München hatte ich einen Freund aus Niederbayern und damit war im Semester mehr Skifahren als Lernen drin, aber gleichzeitig die Erkenntnis: So richtig lerne ich es nie! Mein Mann dagegen hat die Bretter erst Ende 20 kennengelernt und ist mit den rutschigen Dingern nie so richtig warm geworden. Trotzdem haben wir als Paar großartige Ski-Abenteuer in Patchwork zusammen mit unseren 4 Kindern hinter uns. Genauso wie die behämmerte Idee, dass sich Mann von Ehefrau in die Geheimnisse des Berg- und Tal-Skis einweisen lässt. So was von gar nicht sexy!

Winterwandern im Paarlauf

Jetzt fahren wir zum 3. Mal mit Freunden nach Wolkenstein in der Konstellation 5x Skifahren und 1x Winterwandern, wobei sich die Anzahl der Winterwanderer im Laufe der Woche eigentlich stetig erhöht. Und ich dieses Mal überlege, ob sich ein 6-Tages-Skipass überhaupt lohnt? Denn eins mag ich nicht: Solo-Skifahren! Ich brauche den Austausch über Berge, Fahrspaß, Liftgespräche und sogar beim Schweigen bin ich nicht gern allein. Ich gebe es zu: Beim Skifahren bin ich ein komplettes Herdentier – eigentlich nicht nur beim Skifahren!

Läuft: Skifahren bis vors Hotel

Wolkenstein liegt direkt unterhalb des Sellamassivs im Grödnertal, mit mehr als 2000 Einwohnern und in der Saison kommen noch jede Menge „Touris“ dazu. „Unser“ Hotel hat mein Mann gefunden, indem er beim Wandern einmal in Wolkenstein alle für uns interessanten Etablissements abgeklappert hat. Was uns wichtig war: Das Hotel sollte eine Bar haben – Après-Ski macht Spaß(!) – und eine gemütliche Lobby – weil wir nach dem Essen nicht alle sofort ins Bett fallen möchten. Und dann natürlich Schwimmbad: Indoor und Outdoor, dampfend im Schnee, Badewannen-warm und ich kann drin stehen … Soviel braucht es zwar nicht, aber im Portillo Dolomites 1966′ ist alles da und alles prächtig!

Wohnen bei Weltmeisters

Dazu mehrere Saunen für alle Nichtstun-, Wander-, Ski-und Sonnen-Erschöpften. Nicht so wichtig war uns, dass man mit Ski bis vors Haus fahren kann, – kann man aber im Portillo, „wenn es genug Schnee hat“! Besonders liebenswert ist dazu die hilfreiche und komplett freundliche Art der Hotelbesitzer & Team, man fühlt sich, als wäre man schon seit Jahren Stammgast! Aber es gibt noch einen Grund, der einen hier wirklich sprachlos macht und weshalb man sich komplett ins Portillo verliebt: Er heißt Riccardo, ist Ski-Lehrer und Ski-Guide und es gibt diesen supernetten Menschen einen ganzen Tag lang umsonst. Zum Nulltarif! OMG!

Skifahren mit Skiguide zum Nulltarif

Das Portillo gehört der Familie Senoner und Carlo Senoner war Weltmeister im Slalom 1966 in Portillo, Chile. BÄNG! Wohnen und Chillen bei Weltmeisters, das ist großes Kino! Besonders, wenn Carlo Senoner abends am Kamin in der Lobby erzählt: von Optimallinie, vom Reinlegen in die Kurven, dünner Luft in Chile, vom Adrenalin im Starterhäuschen, vom Willen zum Sieg und dem Glück, das dazu nicht fehlen darf – man fährt praktisch mit!!!

Das macht dir Spaß!

Ski-Leidenschaft, die auch an die Gäste weitergegeben wird: Die beeindruckende Bergwelt, die tollen Abfahrten, Täler, die besonders schön sind – all das darf man mit Riccardo, Skilehrer und Skiguide erkunden, der sich auf die Befindlichkeiten der Gruppe einstellt. Das Angebot mit Riccardo im Portillo gibt es 1x die Woche, immer dienstags! und gefahren wird auch, wenn nur 1 Gast sich zu dem Vergnügen eingetragen hat. Wohlgemerkt, der Skispaß mit Riccardo kostet die Hausbewohner einfach gar nichts! Mit der Gruppe geht es dann tatsächlich den ganzen Tag lang im Skizirkus Dolomiti SuperSki: auf Pisten, urige Hütten und auch Taxi zwischendurch zum nächsten Ski-Vergnügen.

Zum Seufzen schön!

Ein ganzer Tag, schön und anstrengend zugleich, den wir als Flachland-Tiroler so noch nie erlebt haben und der unglaublich viel Spaß macht. Ich habe mich dieses Jahr schon wieder zur Tour angemeldet. Mal sehen, welche Truppe da zusammen kommt. Ich freue mich riesig auf die Dolomiten, auf das Portillo und auf Riccardo natürlich! Ski u later! In Wolkenstein!

Hier die Infos zu Skifahren und Winterwandern!

  • Skifahren. Die Sellarunde ist eine mehrfach ausgezeichnete Skirunde mit 40km langen Seilbahnen. Der Einstieg in das Skikarussell ist in Wolkenstein und das Gebiet umfasst 1200 Pistenkilometer. Mit dem „Dolomiti SuperSki“ hat man Eintritt in insgesamt 12 große Skigebiete und damit ist das Skigebiet Gröden unter den Top-Ten der weltbesten Skigebiete. Die Skitour mit Riccardo, unserem Skiguide vom Hotel Portillo 1966′ hat mich begeistert.
  • Hier ist die Tour: Einstieg in die Sellarunde in Wolkenstein, Sellajoch Pordoi, Arabba Alleghe, Skigebiet Civetta und das Ganze wieder zurück. Im Hütten-Restaurant Sciappolo haben wir gegessen. Wer Riccardo buchen möchte, kann das hier: guide.dolomites@gmail.co

Winterwandern: Schöne Spaziergänge haben wir von Wolkenstein hoch zur Regensburger-Hütte gemacht: Vom Parkplatz in Daunëi oberhalb von Wolkenstein auf dem Weg Nr. 3 durch den Wald in weiten Kehren mit Station in der urigen Juàc-Hütte (1.905 m). Im Winter kann der Weg aber auch vereist sein! Entweder zu Fuß zurück oder zur Bergbahn oberhalb von St. Christina und dann entspannt mit der Gondel wieder hinunter.

  • Weitere schöne Wanderwege empfohlen von Christina von Info/Wolkenstein (herzlichen Dank für deine tolle Hilfe!):
  • Im Naturpark Puez Geisler, Teil des Unesco Welterbes: von Wolkenstein ins Langental – 7 Km bis „Prà da Ri“ zurück über den Kreuzweg nach Daunei oberhalb von Wolkenstein – Juac-Hütte und zurück nach Wolkenstein. Ca 15 Km: 6 Gehstunden
  • Unter dem mächtigen Langkofel: Oder von Monte Pana oberhalb von St. Christina Richtung Seiser Alm – Abzweigung Richtung Plattkofel unterhalb der mächtigen Langkofelgruppe – Einkehr in die Zallingerhütte, gleicher Rückweg. Ca 10 Km: 4 Gehstunden.
  • Und noch ein Tipp: Mit dem Pferdeschlitten muss man überhaupt nicht laufen, kann locker durch die Gegend dösen und Berge, Weite und Landschaft satt genießen. Klappt auf der Seiseralm (erreichbar mit der Umlaufbahn Mont Seuc von St. Ulrich aus).
  • Noch mehr Tipps zu Aktivitäten, bei denen man auch neue Leute kennenlernt, gibt es hier: Wolkenstein.

Und hier geht’s lang zum Chillen!

  • Café & Essen & Restaurants: Viele Gäste haben Halbpension, aber es gibt auch Restaurants und „Extras“, die ich klasse finde: Die Teestube von Daniela und auf dem Link unbedingt die Aktivitäten anschauen. WOW! Zum Restaurant im Chalet Gerard habe ich mal die Fotogalerie verlinkt, da sieht man gleich, ob man’s mag. Oder das Restaurant Suinsom im Hotel Tyrol.
  • Drinks: Kein Skiurlaub ohne Après, Avant oder Zwischendurch, ins La Stua muss man mal hin.
  • Shopping: Wer einkaufen will, ob Mode oder Kulinarisches, setzt sich am besten ins Auto und fährt nach St. Ulrich. Geht natürlich genauso mit dem Bus.

Kommentare (2)

  • Anja vor 4 Wochen Antwort

    Was für eine schöne Ski-Geschichte und so tolle Bilder! Beim Lesen will man sofort wieder auf die Bretter! Ich freue mich schon sehr dieses Jahr wieder auf die wunderschönen Südtiroler Alpen, in Wolkenstein und Co 🙂

    Tina Artz vor 4 Wochen Antwort

    Vielen Dank! Und wie schön! Das geht mir genauso!!

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